Unsere Honigsorten

kramerhonig Frühjahrsblüte

Frühjahrsblütenhonig

Wie schön ist es, wenn die Bienen nach dem kalten Winter endlich wieder fliegen. Vor den Stöcken ist ordentlich Flugbetrieb. Rundherum summt es und duftet nach den Aromen des Frühlings. Ein blühender Kirschbaum ist eine Wohltat für das Auge und ein Versprechen für den ersten Honig des Jahres. Weide und Ahorn, Äpfel und Birnen, Mirabellen und Pflaumen, Beerensträucher, Frühlingsblumen in den Gärten, der gelbe Löwenzahn auf den Wiesen, Büsche und Hecken: alle warten auf den Besuch der fliegenden Bestäuber und belohnen sie mit süßem Nektar. Genauso vielfältig wie die Nektarquellen sind auch die Aromen des Frühtracht- oder Frühjahrsblüten-Honigs. Diese Honigsorte ist mit seinen vielen Nuancen daher immer spannend: aromatisch mild mit starken Einflüssen der Region und der Witterung. Anfangs noch flüssig-klar und goldfarben, entwickelt sich schnell eine helle Farbe mit cremig bis fester Konsistenz. Kinder lieben diesen Honig ganz besonders auf dem Frühstücksbrot.

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Sommerblütenhonig

Auf dem Höhepunkt des Jahres ist das überschwängliche Blühen des Frühling bereits vorbei. An den Obstbäumen hängen nun schon kleine Äpfelchen, wo vor kurzem noch eine Blüte war. Die Sonne hat den Boden durchgewärmt und nach einer kühlen Nacht wird die Luft schnell richtig heiß. Im Wald stehen jetzt viele Stauden. Himbeere und Brombeerhecken blühen um die Wette. Bis zur ersten Mahd zeigen auch die Wiesenblumen ihre bunten Blüten. In den Gärten finden die Sammlerinnen Nektar von Küchenkräutern und Sonnenblumen. In Linden und Robinien summt es beständig, hier finden die Bienen in den Blütenkelchen eine reichliche Ernte. Nach langem Umtragen im Stock, wobei der Nektar trocknet, entsteht daraus der Sommerblütenhonig. Er ist meist kräftiger als der  Frühjahrsblütenhonig, dunkler in der Farbe und etwas voller im Geschmack. In manchen Jahren ist auch etwas Honigtau dabei. Das hängt immer vom Wetter ab. Der Honig aus den Sommermonaten passt gut zu Früchten und Käse. Im Winter verleiht die im Honig gespeicherte Energie des Sommers warmen Getränken eine wohlige Süße.

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kramerhonig Edelkastanie

Edelkastanienhonig

Eine besonders wertvoller und stattlicher Baum ist die Edelkastanie, regional auch Marone oder Käschde genannt. Die alten Römer brachten einst diese wärmeliebende Pflanze zu uns nach Deutschland. Größere Bestände gibt es vor allem im vorderen Taunus und am Rande des Pfälzer Waldes. Edelkastanien haben ein sehr wetterbeständiges Holz, das man früher oft zu Fensterrahmen, Balken und Pfosten verarbeitete. Ihre dicken Stämme bekommen nach etwa hundert Jahren oft Höhlen und dienen damit vielen Vögeln und anderen Höhlenbewohnern als Wohnung. Gekocht oder geröstet sind ihre Früchte, die Maronen, eine Köstlichkeit.

Einen hohen Stellenwert haben die Edelkastanien auch für die Bienen. Neben einer hohen, recht zuverlässigen Nektarversorgung im Juni und Juli halten die Blüten zusätzlich auch noch viel Pollen bereit. Diese üppige Energieversorgung beschert dem Bienenvolk noch einmal einen fast frühlingshaften Entwicklungsschub.

Edelkastanienhonig ist ein Feinschmecker-Honig. Nicht jeder mag ihn. Der würzige Duft und der charakteristisch herbe, manchmal leicht bittere Geschmack sind einzigartig. In manchen Jahren liefern die Kastanien neben Nektar auch noch Honigtau. Daher kann er in Farbe und Konsistenz stark variieren: Von cremig bis flüssig, von bernsteinfarben bis dunkelbraun. Die Natur ist eben jedes Jahr ist anders – und das kann man sehen und schmecken!
Edelkastanienhonig passt gut zu Naturjogurt, Birnen oder Himbeeren. Feinschmeckertipp: gratinierter Ziegenkäse mit frischen Walnüssen auf Rucola mit einem Klecks Edelkastanienhonig!

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Lindenhonig
Kaum eine andere Baumart in Europa hat eine so bedeutsame Kulturgeschichte wie die Linde. Bei uns kommen zwei Arten vor:
Die Sommer- und Winterlinde. Sie sind sich recht ähnlich. Lassen sich aber an der Blattgröße unterscheiden und blühen beinahe nacheinander. Linden können mehrere Jahunderte alt werden und meterdicke Stämme ausbilden. Früher gab es in fast jedem Dorf eine Linde. Städte, Dörfer und Straßen wurden nach ihr benannt. Unter ihrem Blätterdach wurde Gericht gehalten und sie war früher als so genannte Tanzlinde ein beliebter Treffpunkt für Feste.

Für Bienen und Hummeln sind Linden besonders wertvoll. Sie besuchen die duftenden Blüten im Sommer in großer Zahl. In manchen Jahren bieten diese Pflanzen neben ihrem Blütennektar auch Honigtau von bestimmten Blattläusen als süße Honigquelle. Dann scheinen alle Blätter und darunter geparkte Autos wie mit Zuckerguss überzogen klebrig zu glänzen. Je nach Mischungsverhältnis von Nektar und Honigtau variiert Lindenhonig daher in seiner Farbe. Die Bandbreite reicht von weißlich über gelb bis zu dunkelbraun. Typisch ist oft ein grünlicher Schimmer. Geschmacklich ist der Honig neben der Süße oft zitronig frisch bis minzig und duftet fein.

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Waldhonig
Dunkel und würzig. So kennen Genießer den Waldhonig. Er ist im Taunus etwas Besonderes: nur alle paar Jahre entwickeln sich hier hochspezialisierte Blatt- bzw. Rindenläuse in großer Anzahl auf Eichen und Fichten. Die Insekten laben sich am Pflanzensaft der Bäume, genauer gesagt an den darin enthaltenen Eiweißstoffen. Die zuckerhaltigen Bestandteile scheiden sie ungenutzt wieder aus. Daraus machen die Bienen
dann einen besonders enzym- und mineralstoffreichen Honig. Es darf dann nicht zu heiß sein, sonst trocknet der Zuckersaft auf den Blättern ein.
Regengüsse hingegen spülen jedoch den Honigtau von den Blättern ab. Bei Waldhonig muss wirklich alles passen. Dieser von Natur aus eher kräftige Honig passt bestens zu frisch-säuerlichen Noten wie Naturjogurt und Früchten.

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Akazienhonig
Eigentlich müsste es richtigerweise „Robinienhonig“ heißen. Denn mit der stachelbewehrten Akazie der afrikanischen Savanne hat unsere Robinie, auch Scheinakazie genannt, nicht viel gemeinsam. Ursprünglich stammt dieser schlanke Baum, der eine Höhe bis zu 30 Metern erreichen kann, aus Nordamerika. Vor etwa 300 Jahren wurde er in Europa zunächst als Ziergehölz in Gärten und Parks angepflanzt. Ab dem 18.Jahrhundert nutzte man die Robinie vielerorts zur Aufforstung abgeholzter Wälder, da sie schnell wächst und auf kargen oder ausgelaugten Böden gut zurecht kommt. Heute ist sie verbreitet in ganz Mitteleuropa zu finden. In Deutschland gibt es stellenweise ausgedehnte Waldbestände, etwa in Brandenburg, im Saarland oder der Pfalz.

Im Mai und Juni blühen die Robinien etwa drei Wochen lang. In dichten Trauben hängen viele Einzelblüten an jungen Zweigen herab und locken mit einem betörendem Duft eine Vielzahl an Insekten herbei. Der Akazienhonig ist lieblich mild im Geschmack und hat eine klare, hellgelbe Farbe. Er bleibt ungewöhnlich lange flüssig und wird daher gerne in der Küche eingesetzt. Er eignet sich ausgezeichnet zum Süßen von Tee, Gebäck oder zum Verfeinern von Soßen oder Dressings.

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