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Unsere Philosophie

Warum überhaupt Bio?

Wir reden heute oft über Nachhaltigkeit, den fairen Umgang mit Mensch und Tier, den Erhalt von natürlichen Ressourcen und echten Genuss. Für uns ist der ökologische Landbau der sinnvollste/ logische Weg dazu. Deshalb haben wir uns für die Betriebsweise einer Bioland-Imkerei entschlossen. Der Bioland-Verband hat strenge Kriterien dafür aufgestellt, die wir alle erfüllen.

Aber was ist eigentlich Bio-Honig? Die Bienen wissen doch nicht, wo Bio-Felder sind. Stimmt! Deshalb konzentrieren sich die Richtlinien vor allem auf die Bienenhaltung. Wir Imker können die Landschaft nicht unbedingt verändern, aber die Art und Weise, wie wir mit unseren Bienen umgehen.

Worauf es uns besonders ankommt

Über Bienenwohnungen, Bienenwachs und das große Füttern

Wir suchen bevorzugt nach Stellplätzen, an denen viele naturbelassene Blüten zu finden sind, also etwa in Naturschutzgebieten und in der Umgebung von Öko-Feldflächen von Bio-Betrieben.

Die Bienenwohnung – in der Imkersprache Beute genannt – muss aus natürlichen Materialien bestehen. Kunststoffbeuten sind zwar sehr leicht und isolieren gut. Aber die höhlenbewohnenden Bienen leben bei Bio-Imkern in Behausungen aus Holz. Überhaupt sind Kunststoffe bis auf Kleinteile (bei uns die Abdeckfolie unter dem Deckel) in der Bienenwohnung tabu. Der Außen-Schutzanstrich auf dem Holz ist lösungsmittelfreie Ökofarbe auf Pflanzenölbasis.

Bienenwachs ist ein kostbares Gut. Wir geben den Bienen möglichst viel Gelegenheit, eigenes Wachs zu produzieren und damit Waben zu bauen. Diese Aktivität der Bienen reduziert die Honigernte. Auch imkerliche Arbeiten wie die Schwarmkontrolle und Honig-Ernte sind bei Völkern mit Naturwabenbau schwieriger. Dafür bekommt der Bio-Imker aber von seinen eigenen Völkern ein reines Bienenwachs, das unter anderem eine wichtige Voraussetzung für möglichst reinen und unbelasteten Honig ist.

Für das Füttern der Bienen im Herbst verwenden wir in unserer Bioland-Imkerei Biozucker statt konventionellen Zucker. Das klingt zunächst nicht spektakulär. Aber Zuckerrübenanbau ist eine Intensivkultur. Im konventionellen Anbau werden dafür eine Menge Pflanzenschutzmittel und Düngemittel eingesetzt. Das belastet Klima und Boden. Als Mitglied in einer Biozucker- Einkaufgemeinschaft fördern wir gemeinsam mit anderen Bio-Imkern gezielt den heimischen Bio-Zucker-Rübenanbau. Das ist einer von vielen Gründen, warum Bio-Honig teurer ist.

Die Varroamilbe ist eine der größten Bedrohungen der Bienengesundheit. Bioland-Imker versuchen, den Befall mit imkerlichen Maßnahmen wie Jungvolkbildung und Brutentnahme im Zaum zu halten. An Medikamenten kommen organische Säuren zum Einsatz (bei uns Milch- und Oxalsäure).

Eine lückenlose Dokumentation der Maßnahmen und Warenströme sowie des Tierbestandes in unserer Imkerei und regelmäßige Kontrollen durch unabhängige Zertifizierer der staatlich anerkannten Kontrollstelle ABCert sorgen für Transparenz. Als Bioland-Imker unterliegen wir nicht nur der vom Gesetzgeber verabschiedeten EU-Öko-Verordnung, sondern zusätzlich den noch strengeren Regeln des Bioland-Verbandes.